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Krankheiten und Verletzungen, bei denen eine Auto-Hunderampe hilft – Spondylose

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Die Gründe, weshalb man sich für den Kauf einer Hunderampe entscheidet, können verschieden sein. Dennoch sind es meist Hunde mit körperlichen Problemen, die eine solche Einstiegshilfe in das Auto benötigen.

Bei welchen Krankheiten oder Verletzungen ist das Benutzen einer Hunderampe unbedingt sinnvoll?

Natürlich gibt es auch andere Gründe als Krankheiten, weshalb sich Hundehalter dazu entschließen, seinem Hund beim Ein- oder Ausstieg in das Auto eine Hunderampe anzubieten. In dieser Artikelserie wollen wir jedoch auf Krankheiten eingehen, die jeden Hund betreffen können. Es soll darum gehen, wie sich Spondylose, Arthrose und Co. bemerkbar machen und wie man diesen im Alltag z.B. mit Hilfe einer Hunderampe oder durch natürliche Substanzen z.B. Grünlippmuschelpulver entgegen wirken kann. Es wird eine Artikelreihe zu verschiedenen Krankheiten geben beginnend mit der Spondylose.

Dies ist keine tierärtzliche Beratung. Bei Fragen und Beschwerden eures Hundes solltet ihr immer euren Tierarzt aufsuchen. Informationen nach bestem Wissen und Gewissen jedoch ohne Gewähr auf Aktualität oder Richtigkeit.

Spondylose

Die Spondylose zählt zum Kreis der degenerativen Skeletterkrakungen. Diese kennzeichnen sich durch eine Veränderung des ursprünglichen Skelettes/Knochenbau eines Tieres/Menschen. Eine Degeneration ist eine Abweichung von der Norm bzw. der Funktionalität. Beim Hund können sowohl ältere, als auch jüngere Tiere betroffen sein. Hier muss man aus medizinischer Sicht jedoch zwischen der Spondylosis deformans und der Spondylitis deformans unterscheiden.

WirbelsäuleErstere kann altersbedingt ab der Lebensmitte entstehen. Die Degeneration wird durch die Einwirkung von Zug- und Druckkräften auf die Wirbelsäule während der Lebenszeit des Hundes hervorgerufen. Selbstverständlich kann man nicht bereits im Welpenalter hervorsehen, ob der Vierbeiner z.B. gentisch zu einer späteren Erkrankung neigt. Und selbst wenn, könnte man ihm nicht das Herumtollen, bei welchem die Wirbelsäule in Bewegung ist, lebenslang verbieten. Jedoch wird häufig bereits frühzeitig und zufällig (z.B. wenn ursprünglich das Herz untersucht werden soll) beim Röntgen eine Frühform der Spondylose entdeckt. Auch nach einer solchen Diagnose kann man seinem Vierbeiner das Spielen mit andern Hunden nicht gänzlich untersagen. Allerdings sollten Anpassungen vorgenommen werden. Spielen mit andern Vierbeiner sollte z.B. verkürzt werden. Wenn in der Hundeschule ursprünglich eine halbe Stunde vor dem Kurs und eine halbe Stunde danach getollt wurde, sollte man z.B. die Letztere weglassen. Übergewicht des Hundes sollte man dringend vermeiden. Und für das Auto sollte natürlich eine Hunde-Einstiegshilfe verwendet werden. Besonders beim Herausspringen kann die Hunderampe harte Stöße auf die Wirbelsäule vermeiden. Auch Treppensteigen kann bei frühzeitigem Erkennen einer Spondylosis deformans (je nach Grad der Erkrankung) durch des Verwenden von Hunderampen im Haus und Garten vermieden werden.

Bei der Spondylitis deformans handelt es sich um eine rheumatische Erkrankung mit einem entzündlichen Prozess. Diese kann auch ganz junge Hunde betreffen und wird auffällig häufig beim Boxer diagnostiziert. Die Spondylitis hat häufig genetische Ursprünge. Züchtungen von unnatürlichen Körperformen (z.B. bei Kampfhunden) können eine Ursache sein. Durch die Entzündung im Nervenbereich ist die Spondylitis schmerzhafter als die Spondylosis. Daher ist es leider kaum zu vermeiden den Hund mit dieser Diagnose weit stärker im Alltag einzuschränken. Stoßbelastungen beim Spielen, Springen und im Hundesport müssen vermieden werden. Eine Auto-Hunderampe zu benutzen ist unvermeidlich. Auch das Treppensteigen sollte durch das Abflachen mit Hilfe von Hunderampen erleichtert werden. Hat Fellnase einen erhöhten Schlafplatz oder darf mit auf das Sofa, kann auch hier eine ursprünglich als Auto-Einstiegshilfe entwickelte Hunderampe sinnvoll eingesetzt werden.

Bei beiden Formen der Spondylose können sich Knochenzacken der Wirbel zu Brücken verbinden, was die Bewegung der Wirbelsäule stark beeinträchtigt. Schmerzen können dadurch auftreten, dass Nervenfasern zwischen den deformierten Wirbeln herausschauen. Dadurch sind sie einer großen Reizung ausgesetzt, was auch zu einer Entzündung führen kann. Sehr starke Schmerzen sind die Folge. Die Krankheit kann auch nur Teilbereiche der Wirbelsäule betreffen. Wenn sie im Bereich zwischen Lendenwirbel und Kreuzbein autritt, ist die Beeinträchtigung nicht so stark, wie zwischen Brustwirbel und Lendenwirbel.

Wie erkenne ich eine Spondylose Erkrankung?

Es gibt sowohl offensichtliche Anzeichen, die aber meist erst im fortgeschrittenem Stadium erkennbar sind, als auch weniger offensichtliche. Da es sich um eine Verformung der Wirbelsäule handelt, ist eine Erkrankung höheren Grades vor allem durch die Krümmung des Rückens zu erkennen. Teilweise versucht der Vierbeiner auch selbst den Rücken zu wölben, um die Nerven zwischen den Wirbeln zu entlasten, was den optischen Effekt verstärkt. Beim Spaziergang ist eine Veränderung des Ganges festzustellen oder die Krallen schleifen über den Asphalt, was deutlich hörbar ist. Der Hund hat Schwierigkeiten beim Hinsetzten, Hinlegen oder Aufstehen, sowie allgemein bei sonstigen Alltäglichen Bewegungen, wie dem Herumtoben, dem Springen in ein Auto ohne Hunderampe oder dem Treppensteigen.

Doch auch in einem etwas früherem Stadium der Erkrankung können eventuell Anzeichen frühzeitig festgestellt werden. Beispielsweise, wenn dem Hund über den Rücken gestreichelt wird und dieser an gewissen Stellen aufschreckt oder lautstarkt quietscht. Wenn Fellnase beim Spielen bei gewissen Bewegungen plötzlich Aufschreit oder sich beim Hinlegen schwer tut die richtige Liegeposition zu finden. Wenn der Hund bisher ohne Hilfe einer Hunderampe ins Auto gesprungen ist und sich den Sprung plötzlich nicht mehr zutraut. Auch allgemeine Verhaltensänderungen können ein erstes Symptom sein.

Hund hat Spondylose: Was tun? Eine Hunderampe entlastet!

orthopädisches BettLeider lässt sich diese Erkrankung nicht wieder heilen. Um seinem liebsten weiterhin ein möglichst uneingeschränktes, schmerzfreies Leben zu bieten, müssen im Alltag ein paar Anpassungen vorgenommen werden. Es ist verständlich, dass man seinem besten Freund nicht das Ballspielen oder das Herumtollen mit andern Hunden verbieten möchte. Ab einem gewissen Grad der Erkrankung wird dies jedoch nicht zu vermeiden sein. Der Hund sollte nicht Übergewichtig werden. Wurde der Rücken z.B. bei Regenwetter nass, sollte man diesen nach dem Spaziergang ordentlich trockenrübbeln und anschließend evtl. sogar föhnen. Ein Regenmantel für Hunde macht zusätzlich Sinn. Möglichst keine Treppensteigen. Sind Treppen nicht zu umgehen, kann man die Bewegung durch das darüberlegen einer Hunderampe glätten. Sprünge sollte man vermeiden. Der Aguility-Schuh des Vierbeiners muss ab einem gewissen Grad leider an den Nagel gehängt werden. Das Einsteigen in das Auto kann für den Hund mit einer Hunderampe erfolgen. Orthopädische Hundebetten können zu einer Druckentlastung im Rücken beitragen. Außerdem sollte der Hund nicht an kalten Plätzen schlafen. Viele Hundehalter schwören auf Kuren mit Grünlippmuschelpulver, was durch die Inhaltsstoffe (u.a. Antioxidantien und Fettsäuren) als Balsam für Gelenke gilt.

Hervorgerufen von Entzündungen der Nerven kann es gelegentlich zu einem akuten Spondyloseschub kommen. Der Hund wird in diesem Fall starke Schmerzen haben, was sich definitiv bemerkbar machen wird. Hier muss dem Tier zu liebe schleunigst ein Arzt aufgesucht werden, der kurzfristig mit Schmerzmitteln und Spritze aushelfen kann.


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